Samstag, 19. April 2014

Dieser Moment

Um es mit Disneyworten zu sagen, "memories that last forever". Es geht diesmal also um Augenblicke,  die unbeschreiblich so unbeschreiblich sind, dass man sie niemals vergessen wird bzw kann. Ob aus positivem oder negativem Sinne bleibt dabei mir vorbehalten.

Wenn..
-dein Roomate sick callt wegen "müde,  Kopfschmerzen,  kalt, sehr kalt"
-du eine Mail vom Housing kriegst, dass du ein Paket abholen darfst
- du dich immer wieder fragst, warum England und Italien die Spühlmaschine nicht  richtig einräumen können
- du die Position "Candy Register 1" ziehst
-du dich auf Jakob verlassen musst und du so zwanggsläufig verlassen bist.
-  du aus dem Urlaub kommst, dein Bett frisch bezogen und deine Wäsche gewaschen iet
-Gäste 7263627 Äpfel geschnitten haben wollen, ihn sobald du die 7263627 Äpfel,  am Besten noch mit Peanuts, geschnitten hast und sie die doch am Stiel wollen
- es an der Tür klopft und du weißt das England ihren Haustürschlüssel vergessen hat (falls sie tatsächlich einen besitzt) und es wohl gekonnt ignorierst, da du es leider nicht hören kannst, weil du schon schläfst
-Gäste dich nach einem "Restroom" fragen, du aber "Restaurant" verstehst, sie in die völlig falsche Richtung dirigierst und dir dies erst später bewusst wird
- du realisiert,  dass die neben dir Deutsch verstehen
- du mit deinem besten Freund in Downtown Orlando fest sitzt und die Straßenreinigung an dir vorbei putzt
-du die Oragenfelder bei "Soarin" riechst
-du Sofgetränke noch aus einem Glass anstelle eines Bechers zu trinken schon viel zulange her ist
-das Schlafen in einem Hotelbett zum Himmel auf Erden wird
-du die Rücklichter des Walmartbusses siehst und mit deiner Tiefkühlware, bevorzugt Icecream, 7 Tüten links, 8 Tüten rechts, bei 36ºC im Schatten, 60Minuten vor Walmart verbringen darfst.
- du "Candy Register 1 " ziehst, dann "Clock, du denkst, dass es nicht mehr schlimmer kommen kann, du dann wieder "Candy Register 1"ziehst, und mit einer positiven Einstellung"Es kann nur noch Berg auf gehen" wieder in den "Clock" kommst.
- du 45 Minuten vor Abflug noch nichtmal am airport bist
- du die Dusche bei deinen Couchsurfinghosts nicht anbekommst
-im Dezember 30ºC hast
-du im Fallturm in den Universals,  deine Beine so schnell und unsanft anziehst,  dass du blaue Flecken davon trägst
-du von der Arbeit kommst, in deinen begehbaren Kleiderschrank steigsr und du dein Dirndl recht ordentlich von dir schweifen lässt, direkt neben,  das deines Roomates.
-Gesundheitsdino dich heilt
-du in den Kühlschrank guckst und denkst: "Schade, nichts für dich dabei!"
- du stundenlang mit der Person im Magic Kingdom an endloslangen Schlangen wartest und es keinen Ort gibt, an dem du jetzt lieber wärst
-dir die Gäste ihr "Magic Band"  aufs "Touch-to-pay" klatschen und dir "SNACK" entgegen brüllen
- deine Kollegen dich mit "Hi this is Keryn, how are youuuu" begrüßen
- du so tust, als seist du ein Disneyresortgäst und samt Magicband am teuersten Hotelpool entspannst
-du zum ALDI fährst
-du Sonntagmorgen um 00.01 das Hub öffnest und siehst,  dass du kein Training während deines Urlaubs hast
-du merkst, wie das Feuerwerk im Epcot dich immer und immer wieder mit reißt
-dein Gast dir sagt er sei "part German"
-genau der Selbe dich fragt,  aus welcher Stadt du kommst, du von deiner Heimat erzählst,  dein Gegenübee überhaupt keine Ahnung hat von was du redest, ihn es im Übrigen auch gar nicht interessiert und er nur etwas über sich kundtun möchte
-du nach "Cicis-Buffet" nach Hause rollst
-dir jemand deutsche Schokolade schenkt
- Gäste in die Karamellküche kommen, Fragen was so gut riecht und du "Oh, that's me, thank you!" (Oh, das bin ich, danke) erwiderst
-du nach über 9 Monaten wieder in ein schmackhaftes Marmeladen-Rosinenbrot beißt
-du um 6.00 aufstehen wolltest, weil du um 8.00 anfängst,  aber erst um 7.19 aufwachst und der letzte Bus um 7.24 kommt
-du dein Namensschild vergisst und entweder Chris oder Jamie aus "Orlando" bist und dich alle dann fragen, wieso du einen deutschen Akzent hast
- du im Weinshop bist und nach "beer"/"cerveca" gefragt wirst und du sie einfach an die "Beerline" draußen verweist
-die Transaktion schon gelaufen ist und die Gäste dir dann vom ihrem discount erzählen
-dein Roomate tagelang das gleiche Lied rauf und runter hört
-du schon wieder nicht weißt, was der "Safety Tipp der Woche" ist
-du dich den ganzen Tag auf dein Skypedate freust, dann aber extended wirst
-du beim "Grocery Bingo" gewinnst
-es auf der Arbeit ausnahmsweise Essen umsonst gibt
-du realisierst, wie geil dein Leben doch ist.
(Excuse me!)

Mittwoch, 9. April 2014

Happily ever after

Nunja, ich arbeite also für Disney,  habe bisher aber noch nie wirklich über meine Lieblingsmärchen berichtet. Und wenn man für so eine kitschige Freizeitwelt arbeitet, muss das doch mindestens ein Blogeintrag wert sein!? Als ich kürzlich ganz einsam und verlassen und von Kuckucksuhren umzingelt im Clock meine Zeit zu vertreiben versuchte, habe ich mir da mal genauer Gedanken drüber gemacht.
Ich, als hoffnungsloses romantisches Wesen glaube natürlich nach wie vor und stets an die große Liebe, in dem der Prinz noch richtig um seine Auserwählte kämpfen muss und einen langen steinigen, dornigen Weg erklimmen muss, um sie schließlich für sich gewinnen zu können.  Außerdem schlafe ich noch ganz gerne,  deswegen ist Dornröschen ( bzw. Im englischsprachigen Raum auch "Aurora") selbstverständlich mein favorisiertes Liebesmärchen. Ich stehe zwar auf Schuhe,  aber Cinderella hat es aufgrund ihrer Farbe des blauen Ballkleides dann doch nicht in mein Herz geschafft.  Schneewittchen finde ich ferner ziemlich gemein, da sie sich bei ein paar armen Kerlen durchschnorrt, die sich allesamt in sie verlieben,  sie aber doch nur auf den Prinzen abfährt, der - so Maxis fachmännische Begründung - nur ausersehen stoplert, so auf sie fällt und es zum Kuss kommt.  Meine Abneigung gegenüber "Snow White" mag vielleicht auch daran liegem, dass sie ganz gerne mal Backstage auf den Boden rotzt oder sich nur ganz begrenzt schminken kann.
Aber gut,  es gibt natürlich mehr Märchen,  als nur die Disneyprinzessinen Verfilmungen und Gott sei dank,  hatte ich im Clock auch noch das Buch "Grimm's Märchencollection" zur Hand.  Eins meiner absoluten Lieblingsmärchen aus deutschem Hause: Rumpelstilzchen. Peinlich,  dass ich im selben Atemzug auch noch von einem Märchen erzählte,  indem ein Mädchen eingesperrt Stroh zu Gold spinnen muss,  bis ich aufgeklärt wurde,  dass es sich um ein und die selbe Geschichte handelt. Na dann ist "Rumpelstilzchen" definitiv mein Lieblingsmärchen und nicht nur weil ich anscheinend ziemlich scharf auf Schmuck aus einer Müllerfamilie bin. Ich koche und backe auch ganz gerne, das Kind der Königin kann mir aber dann doch gestohlen bleiben. Was mir  jetzt jedoch Sorgen bereiten sollte ist die Tatsache,  dass von fünf Personen, die ich nach meinem Lieblingsmärchen fragte, alle "Rumpelstilzchen"  antworteten. Ich meine, dass ich keine schöne Prinzessin bin weiß ich ja selber,  aber gleich eine mikrige Kreatur die geisteskrank um ein Feuer herum tanzt? :( Alle meinten das passt zu mir,  obwohl ich beim Prinzessinenquiz alles gegeben habe, um "Dornröschen" zu werden. Blöderweise werde ich nun nicht "Sleeping Beauty"(schlafende Schönheit) sondern "Rumpel" genannt und bei jedem Tauschgeschäft auf der Arbeit wird mir zunächst das Erstgeborene angeboten.. Vielleicht hätte ich einfach "die Sieben Diener" sagen sollen, das gefällt mir nämlich auch ganz gut.
Disneytechnisch kann ich nur auf meine Lieblingsfilme der Kindheit "Robin Hood" - aber die Version mit Tieren - (komisch, dafür und soziale Taten bin ich doch sonst nicht) "Toy Story" und "Monster Ag" verweisen. Mit meinem Papa oder Onkel auf der Couch - was kann es auf einem Sonntagnachmittag besseres geben!?

Tatsächlich war ich nicht betrunken,  als ich mir über Märchen und Prinzessinnen so tiefsinnige Gedanken gemacht habe, ich war einfach nur im Clock-Shop! Und jeder der auch nur ein paar Stunden mit Kuhglocken, Kuckucksuhren und Agent Perry Telefonen ausgehalten hat,  weiß wovon ich rede, man wird einfach verrückt!  Verrückt verrückt verrückt...

Und die Moral von der Geschicht: Dornen hin oder her, Rumpel zu küssen ist gar nicht mal so schwer!

Dienstag, 8. April 2014

Ist das ein Leben!

Tut mir Leid für meine Abstinenz! Mein Terminkalender ist momentan nur leider wieder voll gestopft, mit ganz tollen vielen Sachen und damit meine ich nicht die Arbeit!
Gerade bin ich aus dem Urlaub zurück, kürzlich hatte ich auch noch Besuch aus der Heimat,  7Tage Park Adventure! Das schönste Illuminations Feuerwerk im Epcot,  das süßeste Eis auf der ganzen Mainstreet,  der schönste Strandausflug - und da Vanessa dabei war, natürlich auch mit ganz viel Regen, die angenehmsten 90Minuten Wartezeit für "Toy Story Mania" und selbst im Magic Kingdom kaum eine Spur von Kinderwagenhass.
Heute, an meinem freien Tag, war ich mit zwei Freundeninnen: Tina und Andree (Ja, das ist auch ein femininer Name!) im "Blizzard Beach". Einer der coolsten Wasserparks überhaupt!  Die gesamte Kulisse in Schnee gehüllt,  es läuft Weihnachtsmusik, die Restrooms duften nach Zimt und zum höchsten Berg fährt ein Skilift. Natürlich gibt es nichts entspannenderes als 2 Stündchen im Wellenbad oder "Melt-Away-Bay" vor sich hin zu dümpeln, einzuschlafen und nur ab und zu durch unsanft auf ein prasselnde Wasserfontänen geweckt zu werden. Zwischendurch ein paar Rutschen hier und da, auf die höchste (36m) steil bergab - und für alle, die Jakobs unnütze Kommentare an dieser Stelle vermissen: Man wird auf bis zu 96km/h beschleunigt,  womit sie nicht nur die zweithöchste, sondern auch  die zweitschnellste  Rutsche der Welt ist -ich mich dieses Mal leider nicht getraut,  gab schließlich keine Belohnungen wie beim letzten Mal. Dafür gabs dieses Mal aber fantastisches Eis! War mit 33º zwar fast ein wenig zu kalt aber ging gerade noch so ...

"Gerade noch so" ging auch unser Tagesausflug nach Bush Gardens,  Tampa. Ein weiterer Freizeitpark. Disney, Universals und selbst Seaworld waren für Johanna, Jana und 'enry nicht genug.  Der Park besteht eigentlich fast ausschließlich aus Achterbahnen, gemixt mit ein paar Tierchen. Sodass wir uns mit einem Tuckerzug nicht nur Giraffen, Elefanten etc. ansehen durften, im australischen Part konnten wir Kängurus streicheln und das hat selbst mein Herz erweicht!
Genauso übrigens auch die "Sheikra"-Achterbahn. Diese Attraktion besitzt nur drei, versetzte Reihen, sodass man immer freie Sicht nach unten hat und am höchsten Punkt, kurz vorm Drop, bleibt sie einfach vertikal hängen.. Natürlich habe ich mich gefreut dieses harmlose Kinderfahrgeschäft direkt in der ersten Reihe mitfahren zu dürfen.  Alles andere wäre ja Pipifax gewesen! Und die Hände von Enry und Jana habe ich nur minimal zerquetscht.  Trotzdem war ich so mitgerissen, dass wir die Achterbahn später dann nochmal und nochmal gefahren sind.
Mein anderes Highlight war "Cheetah Hunt" - kann man sich eigentlich so wie "Desert Race" aus dem Heidepark vorstellen.  Und wenn wir schon bei diesem Vergleich angelangt sind. Es gab noch eine Holzachterbahn, allerdings nicht so groß wie "Collossus", eine freihängende "Limit", die mein Papa sicher geliebt hätte,  eine wie "Big Loop" und noch zahlreiche Wasserrides, die wir Gott sei Dank ausgelassen haben. Stattdessen warteten wir 30Minuten auf eine gefühlte 10m hohe "Achterbahn" mit einem einzigen (!) Looping. War halt die älteste Bahns des Parks,  also locker noch aus der Zeit für Jesus Christi und somit war das für uns okay. Warten mussten wir sonst auch kaum, bei "Kumba" wurde die Attraktion sogar extra für uns wieder aufgemacht.  Wieso sie vorher geschlossen war, will ich lieber gar nicht erst wissen. In diesem Freizeitpark ist übrigens auch eines der wohl schlechtesten Musicals der Welt:"Madagaskar", schrillschlechte Musik fast wie aus dem Disneychannel und selbst das hat noch einen höheren Standard!  Gut vielleicht sind wir mittlerweile leider auch ein wenig zu verwöhnt.
War jedenfalls wunschlos top und wiedermals stellt sich die Frage, was für ein tolles Leben wir doch haben! Von einer Touristenattraktion in de nächste und wiederum in die nächste.  
Vor ein paar Wochen bin ich mit der gleichen Entdeckercrew + Jakob zu "Wonderworks" losgezogen. Das ist ein Haus, das auf dem Kopf steht, mit ganz viel Spielkram. Wir haben uns also in kleine Kinder verwandelt, Riesenseifenblasen gemacht,  waren in einem leuchtenden Hochseilgarten im Dunkeln klettern, haben uns natürlich den total krassen (!) Tornado und Erdbeben Simulator gestellt, meine gute Lieblingsstrickjacke von einem Nagelbregt durchlöchern lassen - aua das tat weh - und Fotos vor einer Riesenschattenleinwand gemacht. Gegen Johanna habe ich außerdem "Mindball" gespielt. Hierbei wird ein Ball nur dudch Gehirnströme gesteuert.  Ziel ist es den Ball in die Richtung des Gegners über eine Linie zu bekommen undadas gelangt nur mit ganz ganz ganz viel Ruhe. Ein paar Minuten Bob Marley Musik und Meeresrauschen weiter kullerte der Ball dann übrigens zu Johanna.. Sehr merkwürdig und das ohne jegliche grünen Pflänzchen!   Zur Krönung des Tages haben wir schließlich Lazertag gespielt, darauf war ich ja schon seit mehreren Monaten scharf. Es wurde hart gekämpft gefightet und am Ende hat dann doch der gewonnen, der es am Meisten verdient hat. Nämlich: Ich! Muhaha. Zum Vergleich: Mein Verdienst: 24.000Punkte, Jakob hat es nur auf 600 geschafft. Irgendwas hat er wohl wieder vergessen.
Naja, zur Abwechslung muss ich auch mal wieder arbeiten,  aber nur kurz! 


Freitag, 28. Februar 2014

Bacardi Feeling

Mein nächster Trip ging zusammen mit meinen "Roomies" Annemarie & Jakob nach Puertorico  , was so viel wie "reicher Hafen"bedeutet. (Quelle: Jakopedia) Zuerst hatten wir überlegt unseren Sommer-im-Winter-Urlaub in Jamaika oder Costa Rica zu gestalten, da Rexherchen allerdings ergaben, dass ersteres für deutsche Touristen weniger sicher und zweiteres viel teurer war, entschieden wir uns für den "Mallorcaurlaub der Cast Member". Denn circa 80 % von uns flogen im Januar oder Februar nach Old San Juan, Puertorico. Na dann kann es ja nur gut werden! Die Tagesziele fest in meinem klarstrukturierten Plan vorgeben besaß ich demnach den ultimativen Überblick und hatte das Reisezepter in der Hand. Am Freitag direkt nach unserer Ankunft am Guest House, wurden wir abgeholt,  um in den Norden der Insel, nach Fajardo gefahren zu werden, denn dort wartete bereits unsere Bio Bay Kajak Tour auf uns. Auf der Hinfahrt hielten wir noch irgendwo zwischen Regendwald, Pampa und Meer an, um eine American-Pie-never-grew-up-Clique aus einem edlen Resort & Spa abzuholen.  Es gab direkt Tequila für alle und schnell wurden wir Freunde.  Die Charaktereigenschaften unserer neuen Amigos brauchten wif aber eigentlich gar nicht durch tiefgründige Gespräche erraten, nein, jegliches amerikanisches Klischeebild wurde bedient.  Da gab es z.B. den Öko, passend zur Astrologie-Frau, die uns später noch das Entstehen eines völlig neuen Stern zwischen Großem Wagen und ? lehrte(dss könnte man jetzt googlen oder Jakob fragen),  das ehemalige Highschoolbetthüpferl, den aufmerksamkeitssuchenden Footballquarterback, der sich damals in den Cherleadercaptain verliebte, sie heute allerdings nicht viel mehr außer die Liebe zum gemeinsamen Kind teilen, sowie den Amerikaner, dessen Vokabulsr aus fucking holy shit fuck besteht. Die Taxifahrt über Stock und Tal und Kindergespräche überlebt,  ging es rein in die Schwimmwesten auf mit den Kajaks ins Gewässer. Machten sich Annemarie und ich anfangs noch recht gut,  wurden wir alsbald von unseren Kursleitern abgeschleppt.  Denn selbst im Hellen schafften wir es leider nicht, den Baumgestellen am Land zu entkommen, sodass wir bei einem unserer Crashs so unglücklich die Natur berührten,  dass ich mich mit meiner Schwimmweste an einen Baum verhederte und dort mit einem Lachkrampf festhing.

Das Haus am See

- Haus am See halt -
Peter Fox weiß zwar vielleicht nicht wo ich wohne, hat mein Haus von Außen aber ganz gut beschrieben und  von Innen, da helfe ich ihm jetzt mal:
Ich wohne in einem 2bed-Wellness-Apartmemt.  Das bedeutet 4 Personen und Underage. Denn in den Komplexen wird nach Ü-21 und U-21 Wohnungen unterschieden. ( Alkoholregelungen etc.) Die Größe der Apartments unterscheidet sich von 2 bis zu 8 Personen. Vor meiner Ankunft hatte ich die Möglichkeit anzugeben, wo ich wohnen möchte und mit wie vielen. Meine Angaben wurden berücksichtigt. Commons. Vier Personen.  Sogar die insgeheimen Wünsche wurden erfüllt: Nicht im Erdgeschoss und nur Europäer. Aber das es mich so gut trifft konnte ich nun wirklich nicht ahnen: Mit meinem direkten Roommate Annemarie aus Langefeld bei Köln hatte ich einfach nur mehr als Glück.  Auch wenn ich mich zugegebenermaßen am Anfang nicht direkt über einen deutschen Rommie gefreut habe, nicht zuletzt wegen der Sprache. Doch schnell stellte sich heraus: Wir beide kommen super klar,  haben immer Spaß zusammen und bauen uns gegenseitig auf, wenn die Magic aus ist.  Ihr müsste ich eigentlich einen ganzen Blogeintrag widmen, vielleicht tue ich das auch eines Tages.  Außerdem ist da noch Giada aus Mailand. Mit ihr verstehe ich mich auch sehr gut. Abends reden wir darüber,  wie unser Tag war und tauschen uns ein wenig über ihre Dates aus und vernaschen Cookies. :) Mit Megan habe ich noch nicht so viel gesprochen,  da ich sie meistens nur, mit ihrem Handy in der Hand, von der Haustür in ihr Zimmer laufen sehe und von da wieder zum Balkon. Besonders schön ist es auch,  wenn man morgens durch ihr "lovely" Skype Gespräch geweckt wird,  welches sie mit Leuten führt,  die nur wenige Meter von uns entfernt wohnen... Die Briten sind einfach zum Kotzen - und zwar nicht nur beim "Happy Monday".
Jedenfalls, wird mir hier nicht wie in anderen Apartments kein Essen weg gefressen und wilde Partys kamen bisher auch noch nicht vor. Nunja, ich lebe ja aber auch nicht mit Norwegerinnen zusammen. Das geht aber auch kaum, weil ohnehin fast alle terminiert werden.

Fotofreunde

Nur einem unerwarteter Übernachtungsgast bin ich bisher begegnet,aber damit kann ich leben. Neuerdings hekt sich allerdings Megans neustes Accesoire zunehmend in unsere WG. XY alias die Ratte( wer nicht weiß,  wie eine Ratte aussieht soll bitte mal in einen Michael Kors Laden gehen und sich die schmierigen Angestellten ansehen). Da arbeitet er übrigens auch. So spült man also gemütlich ab, mit Blick auf Megans Liebesnest. Da räumt man die Spühlmaschine gleich extra laut aus...
Es ist also eine durchaus spannende Angelegenheit sich seine Wohnung zu teilen.

Apropos Wohnung: Unsere teilt sich auf in offene Küche mit Tür zum Waschraum,  Wohnzimmer und angrenzendem Balkon, sowie zwei Zimmern mit eigenen Badezimmern. Das Zimmer von Megan und Giada ist zwar größer,  dafür das Bad jedoch kleiner. Bei uns geht der begehbare Kleiderschrank vom Bad ab, bei den anderen Beiden im Gegensatz von ihrem Schlafzimmer. Die Wohnungsgrößen unterscheiden sich übrigens nicht nur innerhalb der Komplexe, sondern auch generel. Aber nur minimal. Einige haben Balkons, andere nicht. Was aber auch noch total wichtig ist, ist die Lage der Apartments!  Da ich im Building #9 der Commons lebe, habe ich es gut erwischt.  Sehr nah an Bushaltestelle und Clubhaus und mit Ausblick auf den See. Ich wohne also im Haus am See. (Direkt neben den Pufflichtern, wie ich es auch immer gerne erkläre.  Keine Ahnung was sich unsere Nachbarn dabei gedacht haben! - Die Amis halt ... )
Nachdem wir unsere Wohnung in den ersten Monaten probiert haben ein wenig wohnlicher zu gestalten., können wir jetzt natürlich stolz einige Schmuckstücke vorweisen. Da wäre z.B. unser typisch amerikanischer Magnetkühlwand oder die Fotowand, die wir alle zusammen gestaltet haben. Wir alle bedeutet in diesem Fall wie üblich auch: Annemarie,  Giada und Ich. Aber gäbe es nichts zu lästern,  wäre es ja auch längst nicht so witzig!
Ein anderer wichtiger Schritt: ein Flachbildfernseher.  Es lebt sich halt besser mit Trashtv à la "Teen Mom", "Keeping Up with the Kadeshians" und co. Aber ernsthaft: Es ist doch wirklich sprachfördernd auch mal englisches frühstücksfernsehen zu gucken. Und so hat man auch endlich wieder Zugang zur Außenwelt, wenn auch nur zur amerikanischen ..
"Unser ganzer Stolz"